Luftqualitätsmessungen durch Mikrosensoren an Bord einer Straßenbahn

Wie verändert sich die Luftqualität im Straßenraum? Sind die mobilen Messungen geeignet, die aktuellen Analysen zu verfeinern und Veränderungen festzustellen? Der Einsatz von Mini-Stationen an Bord von Straßenbahnen zur Messung von Partikeln und Stickstoffdioxid wird es ermöglichen, in diesen Fragen neue Erkenntnisse zu erzielen.

Mikrosensoren zur Messung der Luftqualität wurden auf verschiedenen Straßenbahnlinien in der Eurometropole Straßburg und in Deutschland, Kehl, eingesetzt. Dieses Experiment sollte es den Partnern des Projekts Atmo-VISION ermöglichen, die Stimmigkeit der gesammelten Daten des Straβenbahnenverkehrs zu überprüfen, um ein genaueres Bild der städtischen Verschmutzung zu erhalten.

Dieses Vorgehen basiert auf den Erfahrungen von ähnlichen Projekten zur Messung der Luftqualität, die mit Sensoren an Zügen ermittelt wurden. Durchgeführt wurde das unter anderem in Zürich und Grenoble.

5 Straßenbahnzüge, die hauptsächlich auf den Linien A und D des Straßburger Eurometropol-Netzes verkehren, wurden für etwas mehr als einen Monat (vom 1. März bis 10. April 2019) mit luftqualitätsmessenden Mikrosensoren ausgestattet.

Angesichts des grenzüberschreitenden Kontexts des Projekts wurden die Messungen der Luftqualität hauptsächlich für die Linie D durchgeführt. Diese zirkuliert zwischen Straßburg und Kehl.

Aufgrund der Entscheidung, nur die Feinpartikel zu überwachen (in Verbindung mit den technischen Einschränkungen der Instrumente, die in einer Straßenbahn eingesetzt werden können), fanden die Messungen während der Wintersaison statt. Das ist der Zeitraum, in dem die Primärpartikelkonzentrationen am höchsten sind.

Die gleiche Aktion wurde von Januar bis März 2020 in Basel durchgeführt.